Zu Anfang war es schlicht ein synästhetisches Experiment und so recht hatte ich damals auch nicht geglaubt, das es funktionieren könnte. Hat es aber. Angeregt durch angrenzende und übergreifende Begrifflichkeiten wie Tonwert, Farbton, Komposition, Klangfarbe usf., habe ich versucht, meine Klangskulpturen während des Klingens zu fotografieren, um herauszufinden, wie sehr sich Musik und Bildende Kunst verschränken lassen – mit erstaunlichen Ergebnissen. Es ist ja nicht weiter verwunderlich, dass ich meine Fotografien klingen sehen kann; nein, aber andere – jedoch weitaus nicht jedermann – konnten das auch, und zwar ohne die Skulpturen selbst je gehört zu haben.

Was die anderen klingen sehen haben, habe ich nicht im einzelnen nachgefragt; es wäre aber ein interessantes neues Projekt, sie diese Klänge auf irgendwelche Art zu Papier bringen zu lassen, selbstverständlich nicht in Notenschrift …