Der Schein trügt. Man kann meinen Skulpturen wirklich nicht ansehen, dass und wie sie klingen. Das liegt daran, dass die Klänge elektronisch verstärkt und manchmal dadurch überhaupt erst hörbar werden. Ich baue auch nicht Musikinstrumente, bei denen es hauptsächlich um Klang und Bespielbarkeit geht. Sie haben den Anspruch Skulpturen zu sein und gleichberechtigt auch zu klingen.
Die neueren haben ein Innenleben, eine Mechanik und Elektronik, die dem Betrachter und Zuhörer verborgen bleiben. Eine Idee dieses Innenlebens geben allerdings meine Klangbilder, die ich während des Baus aufnehme, als Zwischenbericht und Klangaufzeichnung. Nachdem sie geschlossen sind, ist auch dieser Teil der Arbeit abgeschlossen.
Nach meinem »Klangskulpturen-Verständnis« können sie einzeln eine Ausstellung bestreiten, zusammen mit den Klangbildern eine Installation bestücken und zusammen mit Musikern, die sie bespielen, im Mittelpunkt einer Performance oder eines Konzerts stehen – alles schon geschehen.