Anna hatte ein Kabel ab. Sie wusste nur zu gut, ich würde es nicht zulassen, jemanden in sie hineinschauen zu lassen – nicht mal mich selbst – geschweige denn einen Mechaniker; so einer hatte sich erst kürzlich für eine Routinekontrolle meiner Klangskulpturen hinsichtlich der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bei mir anmelden wollen. Mit elektronischen Fangfragen hatte ich ihn aber schnell als gewöhnlichen Schaulustigen entlarvt. Er gab dann auch bald zu, es nach einem Besuch meiner Ausstellung im Kunstraum OBST nicht mehr ausgehalten zu haben, die Klangbilder würden so wenig vom Innenleben der Skulpturen offenbaren, dass er es einfach hatte versuchen müssen.
Anna musste sich also selbst helfen. Unter größter Konzentration richtete sie eine ihrer Antennen nach der Sonne aus, die mit Hilfe ihrer Strahlen – durch ein Glas Bier gebündelt – diese zum Glühen brachte. Anna zog sie vorsichtig ein bis sie die kalte Lötstelle erreicht hatte. Klopf auf Holz, noch kein Alteisen.