Nein, ich werde nicht zur Musik konvertieren – ich bin und bleibe Bildender Künstler –, aber die Grenzen zwischen Ihr und meiner Profession sind doch fließend und in meiner Arbeit ganz besonders. Auf meinen Klangskulpturen kann und wird Musik gemacht; meine Klangbilder visualisieren Klänge. Was liegt also näher, als diese bildnerischen Kompositionen in musikalische, grafische Notationen, zu übersetzen?
Angefangen hat alles mit der Wolke des Vergesens von Dietmar Bonnen, bei der ich als Fotograf beteiligt war. Ergebnis dieses synästhetischen Experiments waren meine fotografische Partituren, die dann auch prompt aufgeführt und -genommen wurden. Diese Entwicklung war nicht geplant aber sicher kein Zufall …
Beim nächsten Mal habe ich dann mitgespielt – auf dem Bleistift. Auf einem eigens für diesen Zweck geschaffenen Zeichenbretts mit Tonabnehmer, namens Tracey, sind während der Session sowohl Zeichnungen, als auch deren Entstehungsgeräusche konserviert worden.
Zurzeit feile ich an einer Methode, komplexe Umweltgeräusche zu »notieren«.