Die Hasselblad hatte ich schon vor Jahren gegen ein Motorrad eingetauscht und als mir während meiner Examens-Präsentation auch noch meine Kleinbild-Ausstattung mit 2 Bodies und 7 Objektiven nebst Gitzo und Blitzanlage gemopst worden war, hatte ich die Fotografie erst mal an den Nagel gehängt – na ja, was davon übrig war. Die Schublade mit den 6 x 6 Glasrahmen war noch da und flirtete ab und zu mit mir. Wegschmeißen oder was denn?
Zur gleichen Zeit hatte ich an Holzskulpturen gearbeitet und diese gerade geleinölt, mit reichlich Zeitungspapier drunter; das sah so interessant aus, dass ich es konservieren musste. Die Reihe war gestartet. Kreide, Tinte, Knüllung und Kohle kamen hinzu; alles zusammen zwischen die Glasrahmen, einesperrt für immer. Zur Ausstellung hab ich sie dann hochauflösend gescannt und ausgedruckt, damals steckte die Technik noch in den Kinderschuhen, heute sind die Kinderschuhe verschwunden, die meisten Bilder auch, aber gegen Bares.