Er wollte nicht losgehen. Ron und ich hatten monatelang an dem Elektrischen Bullen gearbeitet, an alles gedacht, die Pläne 1:1 umgesetzt, aber er kam einfach nicht in die Hufe. Die Turbine lief sauber und machte jede Menge Wind, die Startbahn war geharkt, die Stoßdämpfer überprüft, auch die Bürste war rostig genug; der eine lächerliche Holzbock, dessen Sägen vom Summen des Triebwerks leicht übertönt wurde, konnte nicht die Ursache sein, 250 Kilo Holz und Eisen würden viele Holzböcke überleben. Es half nichts, musste er eben so in die Ausstellung; die fand sowieso auf einem Bauernhof statt, außerdem hatten wir ja niemandem gesagt, was wir vorhatten. Der Aufbau wurde von einigen »Experten für Milchvieh« beobachtet – und zunehmend misstrauischer, die eigentlich nebenan im Stall arbeiten sollten; scheinbar konnten sie nicht erkennen, was unsere Skulptur mit ihrem Hof zu tun haben sollte, für den wir sie ja erdacht hatten. Schließlich trat ein Dreikäsehoch vor und bemerkte messerscharf: Der hat ja gar keine Beine. Und Hufe auch nicht, flüsterte Ron mir erhellend ins Ohr.